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Weltkulturerbe Bamberg - Bambodo Bamberg

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Weltkulturerbe Bamberg

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Seit 1978 verleiht die UNESCO den Titel „Welterbe“ an Kulturdenkmäler (Weltkulturerbe) und Naturstätten (Weltnaturerbe). Grundlage ist die 1972 verabschiedete Welterbekonvention "Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt", die inzwischen 193 Staaten unterzeichnet haben. Ihr Ziel ist „Erfassung, Schutz, Erhaltung und Präsentation des Kultur- und Naturerbes von außergewöhnlichem universellem Wert sowie dessen Weitergabe an künftige Generationen“. Für die Umsetzung ist das Welterbekomitee verantwortlich, ihm gehören 21 Mitglieder an, die alle Kontinente und Kulturkreise repräsentieren. Es prüft jährlich, ob die Stätten der Welterbeliste noch den definierten Kriterien entsprechen, und entscheidet über die Aufnahme weiterer Denkmäler aus der Vorschlagsliste. Der Staat, auf dessen Hoheitsgebiet das Kultur- oder Naturerbe liegt, beantragt die Aufnahme in die Vorschlagsliste. Dabei muss ein Schutz- und Verwaltungsplan vorliegen, der die Erhaltung sicherstellt. Einzigartigkeit, historische Echtheit und Unversehrtheit sind wichtige übergeordnete Kriterien für die Verleihung des Titels „Welterbe“. Zusätzlich muss mindestens eines von zehn UNESCO-Kriterien erfüllt sein, von denen sechs besonders für Kulturstätten, vier für Naturstätten typisch sind. Drei Fachgremien unterstützen das Welterbekomitee: der „Internationale Rat für Denkmalpflege“, das „Internationale Studienzentrum für die Erhaltung und Restaurierung von Kulturgut“ und die „Internationale Union zur Erhaltung der Natur“. Die Welterbeliste der UNESCO umfasst inzwischen mehr als 1000 Stätten in 165 Ländern. Über 800 sind Kulturdenkmäler, mehr als 200 Naturstätten. In Deutschland gibt es über 40 Welterbestätten, nur in vier Ländern (China, Frankreich, Italien und Spanien) gibt es mehr. Mit sechs ist es das Land mit den meisten länderübergreifenden Welterbestätten. Leider ist es europaweit auch das erste Land – weltweit das zweite –, in dem einer Stätte der Titel „Welterbe“ aberkannt wurde, nämlich 2009 dem Dresdner Elbtal wegen des Baus der Waldschlößchenbrücke. Auf die Initiative der Deutschen UNESCO-Kommission und des UNESCO-Welterbestätten Deutschland e. V. geht der UNESCO-Welterbetag zurück. Er wird seit 2005 jährlich am ersten Sonntag im Juli begangen. An diesem Tag bieten alle Welterbestätten besondere Programme und Attraktionen an, eine richtet eine zentrale Feier aus. Die Altstadt von Bamberg trägt den Titel „Weltkulturerbe“ seit 1993. Sie sei ein herausragendes und repräsentatives Beispiel einer frühmittelalterlichen Stadt in Zentraleuropa, so die Begründung. Ihre Anlage und Architektur übten ab dem 11. Jahrhundert einen starken Einfluss auf Stadtform und Stadtentwicklung in Zentraleuropa aus. Die drei historischen Stadtzentren Bergstadt mit Dom, St. Georg und Alter Hofhaltung, Inselstadt mit Altem Rathaus und Klein-Venedig und Gärtnerstadt sind gut erhalten. Das Straßenbild hat seinen mittelalterlichen Charakter bewahrt. Im 18. Jahrhundert war Bamberg das Zentrum der Aufklärung in Süddeutschland mit herausragenden Philosophen und Schriftsteller wie Georg Wilhelm Friedrich Hegel und E.T.A. Hoffmann. Alles Gründe, um mit dem Titel „Weltkulturerbe“ der Altstadt von Bamberg zu bescheinigen, dass ihr Untergang ein unersetzlicher Verlust für die gesamte Menschheit wäre.

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