>

Villa Concordia Bamberg - Bambodo Bamberg

Direkt zum Seiteninhalt
Villa Concordia Bamberg

Anzeige
Berühmte Maler, deren Werke in unserer Zeit Millionenbeträge erlösen, konnten zu Lebzeiten nur selten von ihrer Arbeit leben. Nun muss heute kein Künstler verhungern, aber dennoch sehen viele von ihnen einer ungewissen Zukunft entgegen. Bis zu zwölf Glückliche aus Bildender Kunst, Literatur und Musik dürfen sich jedes Jahr über ein Aufenthalts- und Lebenshaltungsstipendium freuen. Sie wohnen und arbeiten in der Villa Concordia, treiben ohne Vorgaben eigene Projekte voran und zeigen diese nach Wunsch in der Öffentlichkeit. Genau genommen ist die Villa Concordia ein kleines Wasserschloss, idyllisch gelegen am westlichen Ufer der Regnitz. Einen ersten Blick auf die Anlage erhascht der Besucher vom gegenüberliegenden Ufer, dem Mühlwörth. Das Hauptgebäude ist ein barocker Bau, der bis 1720 von dem Architekten Johann Dientzenhofer errichtet wurde. Der Auftrag kam von Ignaz Tobias Böttinger, einem Beamten am Hofe des Fürstbischofs Lothar Franz von Schönborn. Hier muss er wohl besonders fleißig gearbeitet haben, denn allen Compliance-Regeln zum Trotz ließ der Fürst seinem Beamten zweimal kostenloses Bauholz für das Schloss liefern. Und damit der tüchtige Hofbeamte eine schöne Aussicht genießen konnte, legte Böttinger in den zwei Jahren nach Fertigstellung der Villa Concordia noch einen schönen Garten sowie zwei Terrassen an, die über aufwändige Treppenanlagen verbunden sind.


Nach wechselnden Nutzungen, nach dem zweiten Weltkrieg durch die Philosophisch-Theologische Hochschule und das Staatsinstitut für Geochemie, zogen 1998 das Internationale Kunsthaus und seine Stipendiaten in die Villa sowie in den nur wenige Gehminuten entfernt liegenden Ebracher Hof. Die Villa Concordia selbst beherbergt neben den Ateliers auch die Verwaltung des Hauses und einen großen Saal, in dem Lesungen, Konzerte und Ausstellungen einen würdigen Rahmen finden. Die Wohnungen der Stipendiaten sind in einem gläsernen Anbau - aber keine Sorge, die Privatsphäre der Bewohner bleibt gewahrt. Übrigens profitieren meist nicht die Nachwuchs-Talente, sondern bereits etablierte Künstler von den Stipendien in der Villa Concordia. Falls Sie nun vorhatten, sich zu bewerben, müssen wir Sie enttäuschen. Das Kuratorium sucht gemeinsam mit Sachverständigen nach Künstlern und Projekten, eigene Bewerbungen sind nicht möglich. Ein Schwerpunkt ist die internationale Zusammenarbeit, und so teilen sich für ein Jahr jeweils sechs Künstler aus Deutschland und aus genau einem anderen Land den Wohn- und Arbeitsraum in der Villa. 2015 ging die Förderung an norwegische Künstler, 2016 ziehen Italiener in die Villa Concordia.

Anzeige
Könnte Sie auch interessieren
Anzeige
Zurück zum Seiteninhalt