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St. Theodor
St. Theodor

Die Klosterkirche St. Theodor – mal geistlich, mal weltlich


Als Hospital für Arme und Kranke gegründet, dann ein Frauenkloster. Im Bauernkrieg geplündert. Von Karmeliten über zweihundert Jahre genutzt, später unter Militärverwaltung gestellt. Und jetzt doch wieder im Eigentum der Karmeliten – ein ganz beachtliches Hin und Her, das in tausend Jahren die Geschichte des Klosters und der Klosterkirche St. Theodor bestimmt hat.


Von der romanischen zur barocken Kirche

Ursprünglich hat wohl auf dem Kaulberg ein Hospital gestanden. Es soll dem Heiligen Theodor geweiht gewesen sein, und der Name hat sich bis heute gehalten. Sicher wissen wir von der Gründung eines Frauenklosters durch Bischof Eberhard II. im Jahr 1157. Pfalzgräfin Gertrud, Witwe des Pfalzgrafen Hermann von Höchstadt-Stahleck, stiftete ihr Erbe für den Klosterbau und zog mit anderen adligen Nonnen von Wechterswinkel nach Bamberg.



Das zugemauerte Löwenportal

Die Klosterkirche St. Theodor wurde dabei im wahrsten Wortsinn umgedreht. Vielleicht machten sich die Kirchenväter schon damals Sorgen wegen der Besucherzahl in den Gottesdiensten, und deshalb wurde der Eingang – leichter erreichbar – auf die Ostseite verlegt. Das Löwenportal an der Westfassade, neben dem Kreuzgang eines der Zeugnisse aus romanischer Zeit, verlor seine Funktion als Haupteingang und wurde vermauert. Heute ist es als Bambergs ältestes Kirchenportal aus dem 11. und 12. Jahrhundert immer noch zu bestaunen.


EVENT

SANDKERWA

Mit den Jahren erfreute sich die Sandkerwa immer größerer Beliebtheit. Vom kleinen Stadtteilfest stieg sie auf zu einem der größten Volksfeste in Bayern.


2017

 
Bambergs Bischöfe im Fürstenrang verkörperten nicht nur in Personalunion die geistliche und weltliche Herrschaft. Sie wussten ihre Position auch durch beeindruckende Bauten mit prunkvollen Festsälen und pompöser Lebensart nach außen darzustellen.

Neue Residenz

Der Oberen Pfarrkirche geht es nicht anders als anderen berühmten Bauwerken auf der ganzen Welt: zu tun gibt es eigentlich immer etwas. Das begann mit einer umfassenden Sanierung bereits ab dem Jahr 1606 und hält sich - mit vielen Zwischenstationen - bis in unsere Zeit.



Obere Pfarre

Titelbild 2 Bambodo Bamberg

Der deutsche Bauernkrieg machte 1525 dem ruhigen Klosterleben ein Ende. Das Kloster wurde geplündert und 1554 aufgegeben. 1589 zogen die Karmeliten ein. Nach 35 Jahren Leerstand herrschten im Kloster Armut und Not. Erst die Tourainer Reform im 17. Jahrhundert brachte den Durchbruch für den Karmeliterorden. 1658 begann die Umgestaltung der Klosterkirche, von 1692 bis 1702 verwirklichte Leonhard Dientzenhofer seine Ideen im Barock-Stil.

Auch eine Grablege für verstorbene Mitglieder des Ordens entstand unter der Kirche. Fertig werden die Karmeliter wohl nie: die nächsten Sanierungsaufgaben vom Dachstuhl bis zur Orgel lassen nicht lange auf sich warten.


Ab 1803 geriet das Kloster unter bayerische Militärverwaltung. Lazarett, Schule, Kaserne und Turnhalle zogen ein. Der unvollendet gebliebene zweite Kirchturm wurde abgerissen, und wer heute über den Platz am Beginn der Maternstraße geht, hat die Steine des Turms unter seinen Füßen. Hundert Jahre später übernahmen die Karmeliten erneut das sehr heruntergekommene Erbe vergangener Jahrhunderte. Ab 1980 wurde die Klosterkirche grundlegend saniert und besonders der Altarraum durch den Bildhauer Friedrich Koller einfühlsam gestaltet.

Kloster St. Michael

Weithin sichtbar ragen die Türme der Klosterkirche St. Michael auf dem Bamberger Michelsberg auf. Unübersehbar sind aber auch die Baumängel, Folgen einer gewissen Sorglosigkeit beim Errichten der Klosteranlage.

Prunkvoller als die anderen Stadtresidenzen sollte das Barockhaus werden, und es gibt in der Ausführung diverse Anleihen bei den italienischen Palazzi.

Böttingerhaus

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