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St. Jakob
St. Jakob

St. Jakob, die Kirche am Pilgerpfad


Der erste Bamberger Dom liegt nun schon mehr als 800 Jahre in Schutt und Asche. Und doch kann man sich ein gutes Bild machen, wie er wohl ausgesehen hat. Hinter der barocken Fassade von St. Jakob findet man viele Zeugnisse der ursprünglich romanischen Säulenbasilika, die wir vor allem einer Re-Romanisierung im 19. Jahrhundert zu verdanken haben. St. Jakob wurde nach dem Vorbild des Heinrichdoms errichtet und ist heute sozusagen sein verkleinertes Abbild.



Ich bin dann mal weg

Zwar in Sichtweite des Domes, aber außerhalb der befestigten Anlagen der Domburg, entstand bis zum Jahr 1109 auf dem heutigen Jakobsberg an der Straße Richtung Westen ein romanischer Kirchenbau. Knapp vierzig Jahre zuvor war hier von Bischof Hermann, dem sechsten Bischof im Bistum Bamberg, aus eigenen Mitteln das Chorherrenstift St. Jakob begründet worden. Die Stiftung fiel in die Blütezeit der Wallfahrten. Auf dem Weg der Jakobspilger nach Santiago de Compostela wurde zunächst eine Krypta mit Kreuzaltar geweiht, dann folgte besagter Kirchenbau, der unter Bischof Otto vollendet wurde.





Ein Abbild des ersten Doms

Nur knapp entging die Kirche St. Jakob in der Zeit der Säkularisierung 1803 dem Abriss. Eine religiöse Bruderschaft, die Marianische Herren- und Bürgersodalität, erwarb die Kirche und verhinderte so den Abriss. Der Rückbau in den romanischen Baustil folgte von 1866 bis 1882.

 


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Bamberg

Titelbild 2 Bambodo Bamberg

Zur Pflege der guten Nachbarschaft lehnte sich der Baustil zunächst an den Heinrichsdom an, den ersten Dom Bambergs aus dem Jahr 1012. Die kreuzförmig angelegte Säulenbasilika mit drei Kirchenschiffen erhielt 1771 eine barocke Fassade, darunter blieben aber die Elemente der Romanik erhalten.

Hermann war zwischenzeitlich in Ungnade gefallen, weil er das Stift St. Jakob dem Kloster St. Michael übergeben hatte. Papst Gregor VII. lud Hermann zum Rapport nach Rom, und als dieser nicht kam (Reisen war nicht ganz so einfach und auch nicht ungefährlich zu dieser Zeit), verkündete der Papst die Absetzung von Bischof Hermann und belegte ihn mit einem Bann.

Heute ist St. Jakob die einzige fast vollständig romanische Kirche in Bamberg und vermittelt somit eine gute Vorstellung, wie der Heinrichsdom bis zu seinem Abbrand 1185 ausgesehen haben könnte. Im Innenraum sehen wir über der Vierung, sozusagen dem Treffpunkt der beiden kreuzförmig angeordneten Chorhallen, ein Deckengemälde mit Szenen aus dem Leben des Heiligen Jakobus.

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