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St. Heinrich

St. Heinrich - ein Denkmal für den Bistumsgründer


In einer tausend Jahre alten Stadt nimmt eine Kirche aus dem Jahr 1929 eine Sonderstellung ein. Und doch lohnt es sich, diesem ein wenig Zeit zu widmen. Nicht nur die monumentale äußere Erscheinung, auch der Baustil aus einer spannenden Übergangszeit in die Moderne macht St. Heinrich zu einem interessanten Ziel des Stadtrundgangs.


Bau im Sumpfgebiet

Wer sich vom Bahnhof aus nicht in die Altstadt, sondern in die entgegen gesetzte Richtung wendet, erreicht die Kirche St. Heinrich in einer guten Viertelstunde zu Fuß. Übersehen kann man sie kaum, denn auf der Westseite ragen zwei Türme mit quadratischem Grundriss 35 Meter in die Höhe. Das Kirchenschiff bietet 700 Sitzplätze auf mehr als 1200 Quadratmetern. Zu verdanken haben wir den Bau Michael Kurz, der ein Architekturbüro in Göggingen (heute Augsburg) betrieb. Er hatte sich bereits durch zahlreiche Kirchenbauten einen Namen gemacht und war 1925 zum Professor ernannt worden.



Finanzierung in einer Zeit galoppierender Inflation

Der erste Weltkrieg machte erst einmal einen dicken Strich durch diese Rechnung, und die Kirchenleute betreuten die Christen zunächst von St. Gangolf, die Sie heute am Weg vom Bahnhof in die Altstadt finden. Neben den Kriegswirren machten auch finanzielle Probleme den Bau unmöglich: das gesammelte Geld war wegen der Inflation der 1920er Jahre praktisch wertlos geworden. Erst 1927 war der Kirchenverein in der Lage, den Auftrag zu erteilen. Nur zwei Jahre vergingen von der Grundsteinlegung bis zur Fertigstellung. Während die Kirche ursprünglich der Heiligen Dreifaltigkeit geweiht werden sollte, entschied man sich letztlich für Heinrich II. als Namenspatron. Er hatte 1007 das Bistum Bamberg gründete, noch bevor er 1014 Kaiser wurde.



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14 Juli - 16 Juli 2017

Das beliebte Straßen-, Kleinkunst- und Varieté-Fest wird seit 1999 gefeiert und lockt mittlerweile mehr als 200.000 Besucher in die Bamberger Altstadt – drei Mal so viele Menschen, wie Bamberg Einwohner hat.


 
Nur knapp entging die Kirche St. Jakob in der Zeit der Säkularisierung 1803 dem Abriss. Eine religiöse Bruderschaft, die Marianische Herren- und Bürgersodalität, erwarb die Kirche und verhinderte so den Abriss. Der Rückbau in den romanischen Baustil folgte von 1866 bis 1882.

St. Jakob

Titelbild 2 Bambodo Bamberg

Die Pläne für eine Kirche nordöstlich der Inselstadt waren aber schon einige Jahre alt, als 1927 endlich mit dem Bau begonnen werden konnte. Trotz des eigentlich unbewohnbaren Sumpfbodens wurde im Bereich der heutigen Zollnerstraße eine Kaserne errichtet. In der Folge ließen sich Geschäfte und Unternehmen dort nieder. Ein 1914 gegründeter Kirchenverein trieb schließlich die Gründung einer eigenen Pfarrei voran.

Im zweiten Weltkrieg bot das große Kirchenschiff einerseits Schutz für bis zu tausend Menschen, war aber wegen der Bahnhofsnähe oft selbst Ziel fehlgeleiteter Bomben. Drei Treffer zerstörten fast das gesamte Gotteshaus. Dennoch sehen wir heute, nach dem Wiederaufbau, eine der ersten bedeutenden Kirchen Deutschlands in Sichtbeton-Ausführung, bei der der Beton also nicht verputzt oder verblendet wird. Achten Sie auch auf die neun Fensterbilder im Chorturm. Sonne und Mond stehen für Alpha und Omega, Anfang und Ende.

 Bambergs Bischöfe im Fürstenrang verkörperten nicht nur in Personalunion die geistliche und weltliche Herrschaft. Sie wussten ihre Position auch durch beeindruckende Bauten mit prunkvollen Festsälen und pompöser Lebensart nach außen darzustellen.

Neue Residenz

Ein Rathaus mitten im Fluss? Das Alte Rathaus der Stadt Bamberg wurde nicht aus einer Laune heraus an dieser Stelle gebaut. Vielmehr markiert der Standort die Grenze zwischen bischöflichem Berg und bürgerlicher Stadt.

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