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St. Gangolf

St. Gangolf - von Romanik bis Rococo

 

In einer Stadt, in der jeder Stein Geschichte schreibt, gehört schon einiges dazu, den Titel „Älteste Kirche der Stadt“ zu erhalten. And the winner is … St. Gangolf, katholische Pfarrkirche aus dem 11. Jahrhundert. Auf dem Weg vom Bahnhof in die Altstadt können Sie die Kirche gar nicht verfehlen, wenn Sie von der Luitpoldstraße nach links in den Stadtteil Theuerstadt abbiegen. Dort betreten Sie wahrlich historischen Boden.


Auf der alten Handelsstraße

In der Theuerstadt lassen archäologische Funde auf eine alte Handelsstraße schließen. In jedem Fall ist es einer der ältesten besiedelten Bereiche auf dem Stadtgebiet von Bamberg, möglicherweise eine thüringisch-slawische Siedlung aus dem 8. Jahrhundert, in der sich Menschen an der Straße ansiedelten. Später entstand hier ein Gärtnerviertel, aber nicht zu verwechseln mit der Gartenstadt, die sich heute nordöstlich der Bahnstrecke befindet.



Vier Kirchen und der Dom

Vermutlich 1063 wurde die Stiftskirche St. Gangolf geweiht. Die Grundsubstanz ist bis heute erhalten, allerdings entstand zunächst nur ein Flachbau mit rechteckigem Chor und halbrundem Anbau. St. Gangolf war die vierte Kirche in Bamberg. Wenn Sie ihre Lage auf der Karte anschauen und mit St. Stephan, dem Kloster auf dem Michelsberg und St. Jakob in Beziehung setzen, werden Sie feststellen, dass diese ein Kreuz bilden, in dessen Mitte sich der Dom befindet.





 
Zum Betrieb der Mühlen muss das fließende Wasser einen gewissen Druck haben. Das war bei der Vielzahl der Mühlen an der Regnitz nicht mehr gegeben, und so wurde schon 1440 im Zuge einer Stadterweiterung ein großer Mühlengraben ausgehoben, der fortan Wasser mit dem nötigen Druck in die Stadt führte.


Mühlenviertel

 
Nicht umsonst steht die Altstadt seit 1993 auf der Liste des besonders schützenwerten UNESCO Welterbes. Erleben Sie, wie mittelalterliche Bauten und Barock, aktuelle Kunst und Wissenschaft in einem Schmelztiegel der Kulturen zueinander finden.


Bamberg

 Von der alten Bausubstanz des 14. Jahrhunderts ist heute allerdings nicht mehr viel übrig. Bereits 1498 wurde der Besitz der Familie Geyer scheibchenweise verkauft, bis schließlich 1580 die gesamte Anlage dem Hochstift Bamberg gehörte, sozusagen dem weltlichen Arm des Fürstbischofs.


Schloss Geyerswörth

Titelbild 2 Bambodo Bamberg

Bis zum Kirchenbau sollten aber noch rund dreihundert Jahre vergehen. Bischof Gunther und Graf Reginold Waldpot von Zwernitz gründeten das Stift ab 1057 und widmeten es der Gottesmutter Maria und dem Heiligen Gangolf. Letzterer lebte in Burgund und wird als Märtyrer verehrt, nachdem er sich von seiner untreuen Ehefrau getrennt hatte und von einem Nebenbuhler im Schlaf ermordet wurde.

Zugegeben, eigentlich war er nur der Nebenpatron und Maria die Hauptfigur, aber mit dieser Vorgeschichte hatte Gangolf eine gewisse Popularität unter der männlichen Bamberger Bevölkerung erlangt und wurde schließlich der Namensgeber.

1553. Ab dem zwölften Jahrhundert unter Bischof Otto entstanden die Türme, gotische Stilelemente weisen auf deren Vollendung um 1300 hin. Später kamen Sakristei und die Kapellen auf der Südseite hinzu. Bis heute sind neben der Gotik auch Romanik, Barock und Rokoko in St. Gangolf vereint.

In den nächsten Jahrhunderten durchlebte St. Gangolf eine wechselvolle Geschichte. Einerseits erlangte das Stift durch großzügige Schenkungen des Adels einen beachtlichen Wohlstand, der dem Kirchenbau zugute kam. Andererseits machte die Lage außerhalb der Stadtbefestigung die Kirche anfällig für Plünderungen, zunächst durch die Hussisten, später in den Bauernkriegen und zuletzt durch das Heer des Markgrafen Albrecht von Brandenburg-Kulmbach im Jahr

Kloster St. Michael

Weithin sichtbar ragen die Türme der Klosterkirche St. Michael auf dem Bamberger Michelsberg auf. Unübersehbar sind aber auch die Baumängel, Folgen einer gewissen Sorglosigkeit beim Errichten der Klosteranlage.

Prunkvoller als die anderen Stadtresidenzen sollte das Barockhaus werden, und es gibt in der Ausführung diverse Anleihen bei den italienischen Palazzi.

Böttingerhaus

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