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Marionettentheater Bamberg - Bambodo Bamberg

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Marionettentheater Bamberg

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Nicht von ungefähr zählt Bamberg zum Kulturerbe der Unesco. Und Kultur dürfte für viele Besucher schon das Stichwort sein: Wer die vielfältige Stadt mit all seinen Facetten genießen will, der sollte das Bamberger Marionettentheater nicht auslassen und mit in das persönlichen Kulturprogramm aufnehmen. Es ist nicht vielleicht nicht ganz so geschichtsträchtig wie die Stadt selbst, gleichwohl haben sich die Verantwortlichen allerdings in den rund 25 Jahren seit Bestehen des Theaters in Bamberg einen guten Ruf erarbeitet. Und: rund um das Theater und seine Marionetten lässt sich eine Geschichte erzählen, eine Geschichte von Wertschätzung und Liebe zu einer Kulturtradition, die nicht unbedingt an jeder Ecke zu finden ist. Dabei ist die Geschichte dieses speziellen Bamberger Theaters eine besondere, die eigentlich in Berlin ihren Anfang nahm, wie dem Internetauftritt des Theaters zu entnehmen ist. Einem gewissen Klaus Loose ist es zu verdanken, dass diese Puppenbühne hier und heute ihre Aufführungen präsentiert. Loose, der auch „Gründer und erster Prinzipal“ des Theaters ist, entdeckte Ende der 50er jahre in einem Berliner Antiquitätengeschäfts die Puppenbühne nebst Marionetten und anderen Requisiten. Loose erkannte den Wert der Bühne, die vermutlich einst einem professionellen Wanderspieler diente. Loose restaurierte alles. Er machte dieses Kleinod von Bühne bespielbar und setzte sie auch ein. Zwei Jahrzehnte spielte er mit Ehefrau und einer kleinen Schar von Mitarbeitern in Oldenburg. In den 80er Jahren zog er dann in die Stadt des Kulturerbes – die Bühne wurde hier zu dem, was sie heute ist: Bamberger Kulturgut. Das Repertoire des Marionettentheaters umfasst viele Stücke und bietet jeder Altersgruppe etwas. Dabei bemühen sich die Regisseure des Theaters bei ihren Inszenierungen möglichst dicht an den Handlungsabläufen und Dialogen der Werke der Urheber zu bleiben. Gespielt werden Stücke wie Kleists Käthchen von Heilbronn, Märchen wie Schneeweißchen und Rosenrot, Opern wie der Freischütz oder die Zauberflöte. In diesem Bamberger Theater wird Kulturgut anders und authentisch präsentiert, anders als im Provinztheater um die Ecke. Zwei Stunden lang Shakespeares Sommernachtstraum genießen – kein Problem. Und: Es gibt noch eine Art Unterabteilung der Puppenbühne: Das Papiertheater. Die Figuren bestehen hier aus feinem Sperrholz, die ein besodners intensives Spiel ermöglichen. Übrigens ist auch nach Absprache ein Blick hinter die Kulissen des Marionettentheaters möglich. Hier kann der Zuschauer einen Einblick in die erstaunlich umfassende Bühnentechnik bekommen. Jedenfalls besteht kein Zweifel. Wer sich Bamberg anschaut und Zeit hat, darf den Besuch dieses Theaters im Staubschen Haus, Untere Sandstraße 30, nicht versäumen.


Untere Sandstraße 30, 96049 Bamberg

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