Grabstätte Papst Clemens II Bamberg - Bambodo Bamberg

BAMBODO
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Grabstätte Papst Clemens II.

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Die Grabstätte des ersten Bamberger Papstes Clemens II. (1005 - 1047) befindet sich im westlichen Flügel des Bamberger Kaiserdoms St. Peter und St. Georg. Der mit einer schlichten Schönheit ausgestattete Sarkophag liegt leicht versteckt hinter dem Bischofsstuhl, der seit dem Jahr 1969 vor der für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen Grabstätte steht. An der Seite wird er von einem aus Eichenholz geschnitzten Chorgestühl flankiert. Das Grab von Papst Clemens II. im Dom zu Bamberg ist das einzige erhaltene Papstgrab nördlich der Alpen. Die Beisetzung in der Basilica minor war der ausdrückliche Wunsch des Papstes. Dieser wurde im Jahr 1040 unter dem Namen Suitger zum Bischof von Bamberg ernannt. Mit der Stadt Bamberg fühlte er sich Dauer seines Lebens eng verbunden, selbst als katholisches Kirchenoberhaupt gab er seinen dortigen Bischofssitz nicht auf. Die Grabstätte im Dom wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert.


Der heute im Dom befindliche Sarkophag stammt aus dem 13. Jahrhundert und ist aus italienischem Marmor gefertigt. Der Steinsarg ist an den Seiten mit verschiedenen Reliefs verziert, darunter das Sterbebett Clemens II. und die vier Kardinalstugenden Gerechtigkeit, Stärke, Weisheit und Mäßigung. Die auf einem Sandsteinsockel platzierte Tumba ist an beiden Längsseiten mit je drei zylindrischen Säulenbasen versehen, die ursprünglich Teil eines Baldachins waren. Das an der nördlichen Chorschranke befindliche Grabbild Clemens II. gehört ebenfalls dazu. Das päpstliche Grab wurde im Laufe der Zeit einige Male geöffnet. Zuletzt geschah dieses aus Sicherheitsgründen im Jahr 1942. Dabei wurden neben den sterblichen Überresten des obersten Hirten auch die kostbare Pontifikalkleidung entnommen. Die Gebeine des Kirchenoberhaupts wurden an gleicher Stelle im Jahr 1947 erneut beigesetzt. Die aufwändig gefertigten, gut erhaltenen Seidengewänder von Clemens II. gelten als bedeutendes Beispiel für die mittelalterliche Textilgeschichte und können im Bamberger Diözesanmuseum besichtigt werden.


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