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Bamberger Dom
Bamberger Dom

Der Bamberger Dom – ein Phönix aus der Asche


Der spätere Domberg war schon mindestens 400 Jahre besiedelt, als Kaiser Heinrich II. vermutlich im Jahr 1004, kurz nach Amtsantritt, den Auftrag zum Dombau erteilte. Der Bauplatz war mit Bedacht gewählt: hier befanden sich die Fundamente der Kapelle der Babenburg aus dem 9. Jahrhundert mit dem zugehörigen Friedhof. Die Bauzeit war nicht nur für die damalige Zeit, sondern auch im Vergleich zu heutigen Skandalen rekordverdächtig kurz – bereits 1012 war Domweihe mit immerhin 45 Patriarchen, Erzbischöfen und Bischöfen.


Vom Heinrichsdom zum Ekbertdom

In der Osternacht 1081 kam es zum ersten verheerenden Brand des Doms. Da im Jahr zuvor die Synode im Bamberger Dom ein paar umstrittene Dinge rund um den Investiturstreit, also die Einsetzung Geistlicher in weltliche Ämter diskutiert hatte, konnte das nur ein Strafe Gottes sein. So sahen es jedenfalls die Anhänger von Papst Gregor dem VII. Die Schäden an der Bausubstanz hielten sich in Grenzen, und der Innenraum konnte zeitgemäß umgestaltet und aufgewertet werden mit einem neuen Fußboden und Stuck an den Säulen. Teures Kupfer auf dem Dach diente dem Brandschutz, vergoldete Kreuze und Turmspitzen wohl eher dem Ruhm Gottes und seines Bodenpersonals.



Sehenswürdigkeiten drinnen und draußen

Machen wir einen Sprung in unsere Zeit: Fraglos ist der Kaiserdom St. Peter und St. Georg, wie er heute korrekt heißt, das bedeutendste Bauwerk der Bamberger Altstadt. Durch das Fürstenportal werden Sie den Dom nur betreten, wenn es entweder eine besondere Prozession gibt oder wenn Sie ein Bischof und zudem auch tot sind. Eine Alternative wäre die Adamspforte, über der das Papstwappen auf den von Papst Pius XI. 1923 verliehenen Status einer Basilica minor für bedeutende Kirchen hinweist.





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Schon zur Zeit Karls des Großen hatte es Anläufe gegeben, das schwer zugängliche Frankenland auf dem Wasserweg besser erreichbar zu machen. König Ludwig I. von Bayern startete 1825 den letztlich erfolgreichen Versuch.

Am alten Kanal

Titelbild 2 Bambodo Bamberg

Allem Kuper zu Trotz wurde der Heinrichsdom rund hundert Jahre später, im Jahr 1185, erneut von einem Feuer verwüstet, und diesmal gab es nichts mehr zu retten. Der Beginn des Neubaus ist nicht exakt zu datieren, jüngste Forschungen gehen von vierzig Jahren Bauzeit bis zur Weihe 1237 aus. Nach dem seit 1203 regierenden Bischof Ekbert von Andechs Meranien wurde er als Ekbertsdom bezeichnet. Der Bau war deutlich größer als sein Vorgänger, aber die Weihe zeugt dennoch von einem gewissen Bedeutungsverlust. Statt 45 hochrangigen Würdenträgern wie 1012 ist jetzt nur die Teilnahme von vier Konsekratoren überliefert.

Schauen wir noch kurz auf den mysteriösen Bamberger Reiter, einer Skulptur draußen an der Spitze des Doms. Der ist gar nicht so klein, wie er von unten aussieht, die Darstellung ist fast lebensgroß. Vermutlich ist es König Stephan von Ungarn, der der Legende nach in den Dom hineingeritten ist, statt sein Pferd draußen anzubinden.

Drinnen wird Ihre Aufmerksamkeit vor allem den Gräbern gelten. Das Grab von Papst Clemens II., vormals Bischof Suitger von Bamberg, im Westflügel ist das derzeit einzige erhaltene Papstgrab nördlich der Alpen. Und im Mittelschiff sind die sterblichen Überreste von Kaiser Heinrich II. und Kaiserin Kunigunde bestattet. Sie hatte es nicht leicht mit ihrem Heinrich, der sie für untreu hielt. Zum Beweis Ihrer Unschuld musste sie sich dem Gottesurteil unterwerfen und über glühende Pflugscharen gehen. Die Szene ist auf dem Kaisergrab dargestellt.

 Nur knapp entging die Kirche St. Jakob in der Zeit der Säkularisierung 1803 dem Abriss. Eine religiöse Bruderschaft, die Marianische Herren- und Bürgersodalität, erwarb die Kirche und verhinderte so den Abriss. Der Rückbau in den romanischen Baustil folgte von 1866 bis 1882.

St. Jakob

Ein Rathaus mitten im Fluss? Das Alte Rathaus der Stadt Bamberg wurde nicht aus einer Laune heraus an dieser Stelle gebaut. Vielmehr markiert der Standort die Grenze zwischen bischöflichem Berg und bürgerlicher Stadt.

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