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Die roten Männer - Bambodo Bamberg

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Die roten Männer

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Seit Oktober 2016 hocken sie wieder am Schönleinsplatz, die „Roten Männer“. Bereits 2013 waren sie im Rahmen der Kunstausstellung „Circles“ zu sehen. Jetzt sind sie dank einer privaten Initiative des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia dauerhaft nach Bamberg zurückgekehrt. Viele Spender und Sponsoren ermöglichten den Ankauf des „Meetings“, geschaffen durch den Künstler Wang Shugang aus Peking. Rund 160.000 Euro kostete die Skulpturengruppe. 2013 waren die Männer noch aus Fiberglas und direkt auf der Grasfläche platziert. Jetzt sind sie aus Bronze gegossen, rot lackiert und diebstahlsicher in einem Fundament verankert. „Meeting“ besteht aus acht identischen, lebensgroßen Männern, die im Kreis hocken – asiatisches Aussehen, glatzköpfig, leerer Blick, ausdrucksloses Gesicht. Die Meinung der Bevölkerung reicht von „chinesischer Krempel“ bis hin zu „Bereicherung“ und „Weltkunst“.


Berührungsängste im wahrsten Sinne des Wortes muss niemand haben: Es ist Kunst zum Befühlen und Begreifen, zum Begehen und zum Bestaunen, Kunst, die einen auffälligen Farbklecks in das Leben der Stadt setzt. Dass es gerade acht Figuren sind, ist dabei kein Zufall: In China ist acht eine Glückszahl, da sie gesprochen einen ähnlichen Klang wie das Wort für Reichtum und Wohlstand hat. Einen Geschäftsvertrag am 8.8. um 8 Uhr morgens zu unterzeichnen, soll dessen Erfolg garantieren, glauben die Chinesen. So bleibt zu hoffen, dass die acht Roten auch in Bamberg den Wohlstand sichern. Ob es bei ihrem Treffen um Geld geht, ist nicht bekannt. Die Gruppe wird aber an dieser zentralen Stelle sicher ein Besuchermagnet und ein beliebtes Fotomotiv werden. Der Volksmund hat jedenfalls schon einen Spitznamen für die acht Figuren: Wegen ihrer hockenden Position bezeichnen die Bamberger sie etwas despektierlich als „Scheißerle“.
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