>

Altenburg Bamberg - Bambodo Bamberg

Direkt zum Seiteninhalt
Altenburg Bamberg

Anzeige
Rund drei Kilometer südwestlich der Bamberger Altstadt liegt die Räthkuppe, der höchste der sieben Berge rund um die Stadt. Die Räthkuppe ist der ideale Platz für eine Burg, die heute unter dem Namen Altenburg bekannt ist und zu den schönsten Sehenswürdigkeiten Bambergs zählt. Das erste urkundliche Zeugnis der Altenburg ist uns aus dem Jahr 1109 überliefert. Ursprünglich als Trutz- und Fluchtburg für das Volk konzipiert, nutzten ab 1305 die Bamberger Bischöfe die Altenburg fast 250 Jahre lang als Wohnsitz. In dieser Zeit überstand sie den Bauernkrieg 1524/25 ohne große Schäden, wurde aber 1553 im Zweiten Markgrafenkrieg freiwillig übergeben und anschließend zerstört. Erst danach entstand die Burganlage in ihrer heutigen Form.Von der mittelalterlichen Substanz ist heute nur wenig im Original erhalten - neben den sehenswerten Teilen der Ringmauer mit Wehrgang ist das vor allem der 33 Meter hohe Turm mit seiner charakteristischen Butterfass-Form. Im Innenhof gelegen und ohne bauliche Verbindung mit der restlichen Burganlage bietet er einen imposanten Anblick und ist nicht umsonst zum Wahrzeichen der Stadt geworden. Auch wenn die Räthkuppe mit 386 Metern Meereshöhe allenfalls für Flachländer als Berg durchgeht und man den Bergfried der Altenburg nicht besteigen kann, bietet das Burggelände einen erstklassigen Blick über die Stadt und in das Umland. Die Außenanlagen sind während der Öffnungszeiten des Burgrestaurants frei zugänglich.


Wer das Innere der Burg erleben möchte, kann im Palas, dem Rittersaal, eine Hochzeit feiern oder ein Rittermahl buchen. Der Neubau stammt aus den Jahren 1901/02, der Name Hoffmannsklause erinnert an den berühmten Dichter E.T.A. Hoffmann, der sich 1812 in einen der Mauertürme zurückgezogen hatte.Weniger zurückgezogen im Bärengehege der Burg lebte seit 1952 der Braunbär Poldi, benannt nach dem damaligen Oberbürgermeister von Bamberg, Luitpold Weegmann. Nach dem Tod von Poldi 1982 nahm, ganz im Interesse des Tierschutzes, ein ausgestopfter Bär den Platz im Zwinger ein. Zu klären ist schließlich noch das Rätsel eines Eisenkorbs am Burgturm. Gern wird erzählt, er habe als Feuerkorb für Signalfeuer zur zwanzig Kilometer entfernten Giechburg gedient. Ein urkundlicher Nachweis dafür fehlt aber bei beiden Burgen, und so steht zu vermuten, dass der Korb beim romantisch etwas verklärten Wiederaufbau um 1900 schlicht hinzugefügt wurde. Ein bengalisches Feuer als Lichteffekt am Bergfried hat ja auch seinen Reiz.


Anzeige
Könnte Sie auch interessieren
Anzeige
Zurück zum Seiteninhalt