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Alte Hofhaltung Bamberg - Bambodo Bamberg

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Alte Hofhaltung Bamberg

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Das Leben vor tausend Jahren war alles andere als angenehm. Viele Menschen in Europa litten unter Hunger und Krankheiten, Gewalt stand über dem Gesetz - nicht nur für die Räuberbanden, auch für den bewaffneten Adel. Und doch blicken wir in der Alten Hofhaltung Bamberg in eine Zeit zurück, die erste zarte Pflänzchen unserer heutigen Zivilisation hervorbrachte, in der sogar die Globalisierung ihren Anfang nahm. Am heutigen Domplatz finden wir die ältesten Zeugnisse einer Besiedlung in Bamberg. Eine große Burganlage gab es bereits im 7. Jahrhundert, das Castrum Babenberg ist erstmals im Jahr 902 nachgewiesen. Vermutlich auf seinen Grundmauern entstand die Pfalz Kaiser Heinrichs II. und im 15. Jahrhundert zwischen Dom und Neuer Residenz die Alte Hofhaltung. In ihrem Kern enthält sie Elemente aus dem 11. Jahrhundert. Der Palas, ein repräsentativer Saalbau, und die Kapelle lassen diese Zeit lebendig werden. Die Weih-Inschrift von Papst Benedikt VIII. von 1020 ist heute noch in der Thomaskapelle zu sehen.


Nachdem der Fürstbischof von Bamberg in der Neuen Residenz eine schönere Wohnung gefunden hatte, wurde die Alte Hofhaltung zum Bürogebäude, um es in modernen Worten zu sagen. Kanzlei, Bibliothek und Ratsstube wurden hier untergebracht.Heute nutzt die Dombauhütte Bamberg Teile der Alten Hofhaltung. Spannend für Besucher ist das Historische Museum Bamberg, das bedeutende und kostbare Ausstellungsstücke der zum UNESCO Welterbe zählenden Stadt beherbergt.Neben wechselnden  Sonderausstellungen gibt es eine ständige Gemäldegalerie mit Werken von Lucas Cranach, Pieter Breughel und vielen anderen bedeutenden Künstlern. Bitte beachten Sie die Öffnungszeiten - Heizungsluft schadet den Kunstwerken, deshalb gibt es eine Winterpause. Der Innenhof, der seine heutige Form erst durch den Abbruch von Gebäuden im 18. Jahrhundert erhielt, ist ein beliebter Veranstaltungsort des Erzbistums Bamberg und Austragungsort der jährlichen Calderón-Festspiele, benannt nach dem spanischen Dichter Pedro Calderón de la Barca. Der hatte zwar zugegebenermaßen mit Bamberg nichts zu tun, seine Werke wurden aber von E.T.A. Hoffmann in der Stadt populär gemacht. Ein interessantes Detail fällt Besuchern der Alten Hofhaltung im Innenhof sofort ins Auge: ein überdachtes Sandsteinbecken mit Wassertrog.Dies sind die einzigen noch sichtbaren Anlagen einer frühen Fernwasserversorgung aus dem Heiligen Loch und dem Teufelsgraben. So gegensätzlich die Namen auch klingen, speisten sie doch gemeinsam den Wasservorrat auf dem Domberg, der nicht nur als Trinkwasser, sondern auch als Löschmittel wegen der durch offenes Feuer permanenten Brandgefahr diente.


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